Rätsel in der Erdatmosphäre soll gelöst werden

2006 sollen zwei NASA-Missionen die Grenzschicht der Erdatmosphäre erforschen und das Rätsel der Höhenwolken zum Rand des Weltalls lösen.

Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: Spaceflight Now.

Diese Höhenwolken entstehen jeden Sommer im kältesten Bereich der Erdatmosphäre ungefähr 80 Kilometer über den Polarregionen. Bereits im späten 18. Jahrhundert wurden diese seltsamen, silber-blauen Wolken gesichtet. In den letzten Jahrzehnten stieg nicht nur die Anzahl der Sichtungen sondern die Wissenschaftler konnten auch eine Ausbreitung dieses Phänomens in niedrigere Breitengrade feststellen.

None
Polarlicht (Quelle: Universität Osnabrück)

Die zweite Mission ist die Time History of Events und Macroscale Interactions during Substormes mission (THEMIS). In dieser Mission werden fünf kleine Satelliten durch verschiedene geomagnetische Regionen der Erde gesteuert um das Geheimnis der Auslösung der farbreichen Nord- und Südlichter zu lösen. Diese violetten Erscheinungen wirken als Reflektor von Einflüssen vom erdnahen Weltraum und haben daher eine signifikante Auswirkung auf das Wetter in der Grenzschicht der Atmosphäre, welches die Satellitenkommunikation beträchtlich in Mitleidenschaft zieht. In den letzten Jahren wurden verschiedene Hypothesen vorgeschlagen um dieses Phänomen zu erklären. THEMIS wird im Jahr 2006 feststellen welche dieser Vorschläge der richtige ist.

Dieses Forschungsprogramm wird vom NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt für das Office of Space Science in Washington geleitet.

Nach oben scrollen