Reparaturarbeiten an Bord der Raumstation

Mitglieder der ISS-Expedition 22 verbrachten zusammen mit der Crew des Space Shuttle Endeavour einen Teil des vierten Flugtages damit, die amerikanische Wasseraufbereitungsanlage an Bord der Raumstation zu reparieren.

Ein Beitrag von Thomas Pallmann. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.

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Jeff Williams bei der Arbeit
(Bild: NASA)

Die Astronauten der Endeavour wurden gestern um 22:19 Uhr MEZ mit der sinfonischen Komposition „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss geweckt. Das Stück wurde Missionsspezialist Nicholas Patrick gewidmet.

Für Stationskommandant Jeff Williams begann der Tag mit der Reparatur der Wasseraufbereitungsanlage im amerikanischen Segment der Raumstation. Der Teil der Anlage, der den Urin der Astronauten wieder in trinkbares Wasser recycelt, versagte aufgrund eines fehlerhaften Designs vor einiger Zeit seinen Dienst. Mit den neuen leicht modifizierten Bauteilen, die Williams verbaut hat, erhoffen sich die Ingenieure am Boden nun endlich, eine vollkommen funktionierende Anlage zur Verfügung zu haben. Die Wasseraufbereitungsanlage soll in Zukunft im neuem Modul Tranquility ihren Dienst versehen.

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Fehlerhafter Keramikstöpsel
(Bild: NASA)

Die beiden Missionsspezialisten Nicholas Patrick und Robert Behnken nutzten den Vormittag, um ihre Weltraumanzüge und die benötigten Werkzeuge vorzubereiten. Aufgrund einer defekten Verkabelung in Behnkens Anzug, musste dieser den Torso austauschen und wird nun einen Ersatz von der Raumstation nutzen. Zusätzlich versammelte sich die gesamte Besatzung, um noch einmal den Ablauf des ersten Außenbordeinsatzes der Mission zu besprechen.

Nach einer kleinen Ruhepause sprachen die Astronauten mit Reportern am Boden über ihre Mission und transferierten Versorgungsgüter vom Space Shuttle zur Raumstation. Gegen Ende des Tages begaben sich Behnken und Patrick dann in die Luftschleuse Quest, um sich dort bei vermindertem Luftdruck auf den morgigen Außenbordeinsatz vorzubereiten. Der verminderte Luftdruck soll dafür sorgen, dass sich der Stickstoffgehalt im Blut reduziert und es so nicht zur gefährlichen Taucherkrankheit kommt.

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Schaden an einer Hitzeschutzkachel
(Bild: NASA)

Von der Bodenkontrolle gab es außerdem die gute Nachricht, dass eine detaillierte Inspektion des Hitzeschildes des Orbiters nicht notwendig ist. Derzeit analysiert das Damage Assessment Team (DAT) nur ein paar kleinere Schäden, die allerdings kein Problem für einen sicheren Wiedereintritt darstellen sollten. Die erste Schadstelle ist ein loser Keramikstöpsel am Fenster Nummer 2 des Cockpits. Die zweite Stelle, ein Riss in einer der Hitzschutzkacheln, die am Boden bereits repariert wurde, befindet sich oberhalb der Cockpitfenster. Derzeit überprüft das DAT, was passiert, wenn sich diese Teile während des Wiedereintritts lösen würden und ob daraus irgendwelche Schäden am Shuttle entstehen könnten.

Die Besatzung soll um 22:14 Uhr MEZ geweckt werden und beginnt damit Flugtag 5. Hauptaufgaben werden der erste Außenbordeinsatz der Mission sowie die Installation des neuen Moduls an die Raumstation sein. Der Ausstieg soll etwa 6½ Stunden dauern.

Raumcon:

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