Schwere Wissenschaft: Schwarzes Loch

Wissenschaftler ordneten ein Schwazes Loch vom Beginn unseres Universums in eine Beobachtungsskala ein. Das Objekt wiegt eine Quadrillion mal mehr als die Erde.

Ein Beitrag von andreaskopp. Quelle: Space.com.

Eine Quadrillion, das ist eine Eins gefolgt von 15 Nullen oder wie Astronomen denken: Drei Billionen mal schwerer als die Sonne. Nach den heutigen Angaben wissen Forscher nur wenig über die Masse von Schwarzen Löchern in der frühen Zeit des Universums, die in der Entstehungsgeschichte ein Schlüsselrolle gespielt haben dürften.
Das ausgemessene Objekt befindet sich in einer Region, die kaum größer als unser Sonnensystem ist: Ein kompakter und heller Quasar, gesehen wie vor 13 Milliarden Jahren, als unser Universum gerademal sechs Prozent seines heutigen Alters erreicht hat. Quasare werden als sich sehr schnell entwickelte Prototypen von Galaxien betrachtet. Sie besitzen die tausendfache Leuchtkraft einer normalen Glaxie. Der Grund dafür ist, dass das Gas auf dem Weg in das Schwarze Loch auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt wird. Bei diesem Prozess geht Energie durch Radiowellen, Röntgenstrahlen und eben normales Licht verloren. Wenn wir die Quasare richtig verstehen, handelt es sich um die derzeit kleinsten Schwarzen Löcher, die wir beobachten können.
Quasar-Schwarze Löcher verschlinegen ungefähr 10 bis 20 Sterne pro Jahr. Die Beobachtungen und Messungen wurden mit dem UK Infrared Telescope (UKIRT) auf Hawaii durchgeführt. Die Forscher maßen die Ionisierung von Magnesium, welches um das Zentrum kreist und verglichen die Werte mit näherliegenden Quasaren. Das Forscherteam will dieses Verfahren weiterhin bei nahen und entfernten Quasaren anwenden. Es gibt noch drei weitere Quasare in der 13 Milliarden Lichtjahre entfernten Region, die wegen ihrer Helligkeit ebenfalls Schwarze Löcher mit solch unglaublicher Masse haben dürften.

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