Sojus-Raumschiff an ISS angekommen

Das Raumschiff Sojus-TMA 06M koppelte heute nachmittag gegen 14.29 Uhr MESZ mit der Internationalen Raumstation. Nach dem Überprüfen der dichten Verbindung zwischen Raumschiff und Station sollen die Luken geöffnet werden.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, NASA.

NASA
Sojus-Raumschiff kurz vor der Kopplung
(Bild: NASA)

Sojus-TMA 06M war mit den Raumfahrern Oleg Nowizki, Kevin Ford und Jewgeni Tarelkin am Dienstag Mittag vom Kosmodrom Baikonur aus gestartet. Während des zweitägigen Fluges wurde zunächst die Position des Raumschiffs gegenüber der Station soweit korrigiert, dass anschließend die direkte Annäherung eingeleitet werden kann. Es schlossen sich mehrere Bahnanhebungsmanöver an, im Verlaufe derer sich die Relativgeschwindigkeit des Raumschiffes gegenüber der ISS verringerte. Danach begann der direkte Anflug. Dieser endete 6 Minuten früher als geplant mit dem Docken am Ausstiegs- und Kopplungsmodul Poisk (zu deutsch: Suche).

Mit der Ankunft der drei Raumfahrer ist die ISS-Besatzung wieder komplett. In den kommenden Monaten werden Wissenschaft und Wartung den Alltag der ISS-Expedition 33 bestimmen. Insgesamt laufen mehr als 200 Untersuchungen, von denen allerdings nur ein geringer Teil der Betreuung oder unmittelbaren Mitwirkung der Raumfahrer bedarf. Dazu gehören vor allem medizinisch-biologische Experimente sowie Erderkundung.

Für November sind zwei Außenbordaufenthalte von Sunita Williams und Akihiko Hoshide geplant. Dabei sollen sie zunächst einen lecken Radiator abklemmen sowie einen anderen dafür reaktivieren. Beim zweiten Einsatz soll eine elektrische Einheit überprüft bzw. gewechselt werden.

Für Sonntag steht allerdings zunächst das Ablegen eines am Harmony-Modul angekoppelten Dragon-Frachters auf dem Plan. Dieser war am 7. Oktober von der Erde gestartet und zwei Tage später mittels Manipulator an die Station gekoppelt worden und soll sich nun mit knapp einer Tonne Fracht auf den Rückweg machen. Wichtig sind vor allem über Monate hinweg gesammelte und eingefrorene Blut- und Urinproben, durch deren genaue Untersuchung die beteiligten Wissenschaftler Aufschlüsse über Veränderungen im Stoffwechsel sowie bezüglich Muskel- und Knochenschwund erwarten.

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