Thales Alenia Space baut neue Fabrik in L’Aquila

Der französisch-italienische Luft- und Raumfahrtkonzern Thales Alenia Space hat in L’Aquila mit dem Bau einer neuen Fabrikanlage begonnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 14. Dezember 2011.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Thales Alenia Space.

Thales Alenia Space
Neues TAS-Werk im Industriepark Pile – Entwurf
(Bild: Thales Alenia Space)

Am italienischen Standort L’Aquila ist Thales Alenia Space bereits seit geraumer Zeit etabliert. Teile der dortigen Produktionsstätten erlitten beim Erdbeben am 6. April 2009 massive Schäden und wurde schließlich als abrissreif angesehen.

Seit rund dreißig Jahren wurden in L’Aquila von Thales Alenia Space elektronische Baugruppen und Antennen für Raumfahrzeuge gefertigt. Wegen des hochqualifizierten Personals und der ausgefeilten Produktionstechnik genoss der Standort weltweit einen ausgezeichneten Ruf. In dieser Tradition will Thales Alenia Space auch eine neue Fabrik betreiben.

Im Beisein von Amtsinhabern aus Lokal- und Regionalpolitik und Offiziellen von Thales Alenia Space fand am 14. Dezember 2011 die Grundsteinlegung für ein neues Fabrikgebäude im Industriepark Pile (Zona Industriale di Pile) statt.

Insgesamt rund 16.080 Quadratmeter umbaute Fläche soll es laut Plan geben. Davon sind 10.215 Quadratmeter der Produktion und 4.700 Büroräumen gewidmet, Gebäudetechnik und Versorgungseinrichtungen werden 1.550 Quadratmeter zur Verfügung stehen.

Arbeiten möchte man in der neuen Anlage mit schlanken Produktionsabläufen, um auf schwankenden Produktionsbedarf und rasch fortschreitende technische Entwicklungen jederzeit angemessen reagieren zu können. Beim Entwurf der Fabrik berücksichtigte man Möglichkeiten zu Ersparnissen beim Energieverbrauch, der Rückgewinnung von Abwärme und der Materialwiederverwendung.

Laut Thales Alenia Space wird sich das neue Gebäude als Muster für konsequente Qualitätsstandards nahtlos in die Umgebung einfügen.

Rund 15 Monate sollen die erforderlichen Bauarbeiten dauern. Nähern sich diese ihrem Ende, will man beginnen, in L’Aquila noch verwendungsfähige Anlagen und Geräte in die neuen Räumlichkeiten umzuziehen. Dabei möchte man insbesondere darauf achten, dass laufende Produktionstätigkeiten nicht unterbrochen werden.

Ist die Fabrik erst einmal fertiggestellt, wird sie nach Angaben ihres künftigen Betreibers zusätzlich zu den von Thales Alenia Space bisher in L’Aquila hergestellten Produkten auch große, besonders leichte Antennen für Radaranlagen mit synthetischer Apertur (SAR) liefern können.

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