Überlebenstraining für ESA-Astronauten

Ende Juni wurden sechs Astronauten der ESA von einem Helikopter in der Wildnis ausgesetzt, um dort ein Überlebenstraining zu absolvieren. Das Training galt der Vorbereitung unvorhersehbarer Landungen in abgelegenen Gebieten der Erde.

Ein Beitrag von Thomas Hofstätter. Quelle: ESA. Vertont von Peter Rittinger.

ESA (V. Crobu)
Die sechsköpfige Crew des Überlebenstrainings.
(Bild: ESA (V. Crobu))

Da eine Notlandung in der Wildnis oder im Ozean nie ausgeschlossen werden kann, ist ein Überlebenstraining auch für Astronauten von Bedeutung. Aus diesem Grund finden regelmäßige Überlebenstrainings statt, bei denen die Astronauten zuvor gelernte Überlebenstechniken unter Aufsicht umsetzen müssen.

Die Rekruten der ESA Samantha Cristoforetti, Alexander Gerst, Andreas Mogensen, Luca Parmitano, Timothy Peake und Thomas Pesquet absolvierten ein solches Überlebenstraining in den letzten Wochen in Italien. Dabei wurden Fähigkeiten in Bereichen wie Klettern, Schwimmen und Jagen ausgebaut.

ESA (V. Crobu)
Medizinische Versorgung erfolgte durch die Crew selbst.
(Bild: ESA (V. Crobu))

Nachdem sie von einem Helikopter zum abgelegenen Trainingsgelände gebracht worden waren, mussten die Teilnehmer ein Lager aufbauen und selbstständig mit minimaler Ausrüstung für ihre Verpflegung und Gesundheit sorgen. Dieser Teil der Mission wurde nach drei Tagen erfolgreich beendet und die Astronauten frisch ausgerüstet.

Die nächste Aufgabe galt der Navigation anhand von natürlichen Signalen und Sternen. Die Astronauten mussten dabei eine Strecke durch die Wildnis bewältigen und einen zuvor bestimmten Punkt erreichen. Von dort aus wurden die Missionsmitglieder mit einem Helikopter abgeholt und auf das offene Meer gebracht, wo sie einen Tag lang in einer improvisierten Rückkehrkapsel überleben mussten.

Während der ganzen Zeit gestaltete sich das Wetter optimal. Die Temperatur lag zwischen maximal 30°C am Tag und fiel in der Nacht nicht unter 10°C. Dennoch klagten manche Missionsteilnehmer nach den ersten 48 Stunden über Hunger. Dieses Problem wurde allerdings rasch bewältigt.

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