Astra 5a wieder unter Kontrolle

Den wegen technischen Problemen nicht mehr kommerziell eingesetzten Kommunikationssatelliten Astra 5a sollen Spezialisten wieder unter Kontrolle bekommen haben, wurde am 3. April 2009 bekannt.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Thales Alenia Space, space.com, sat-nd.com.

Am 16. Januar 2009 hatte das Luxemburger Unternehmen SES Astra bekannt gegeben, dass der Kommunikationssatellit Astra 5a nach einem nicht näher spezifizierten technischen Defekt seine Mission beendet hat.
Der Hersteller des am 12. November 1997 als Sirius 2 gestarteten Kommunikationssatelliten, die heutige Thales Alenia Space, informierte am 21. Januar 2009 darüber, dass die Entscheidung, die Mission des Satelliten zu beenden, notwendig wurde, weil es zu einer Störung der Lageregelung gekommen war.

Da Astra 5a nicht mehr dauerhaft stabil auszurichten war, konnten die Solarpanele des Satelliten dessen Akkumulatoren nicht mehr in dem notwendigen Maß laden. Die Unterversorgung mit Energie hat dann wahrscheinlich zum Kontrollverlust geführt. Der Satellit begann, im Geostationären Orbit zu driften.

Nach über zwei Monaten intensiver Arbeit soll es Thales Alenia Space und der Swedish Space Corporation, die das für Astra 5a zuständige Kontrollzentrum betreibt, gelungen sein, den treibenden Satelliten zu stabilisieren und die Solarpanele so zur Sonne auszurichten, dass die Akkumulatoren wieder langsam geladen werden konnten.

Astra 5a war von seiner ursprünglichen Position bei 31,5 Grad Ost bis in den Bereich von 39 Grad Ost gedriftet. Anchließend bewegte sich der Satellit im Geostationären Orbit wieder westwärts.

Mit dem Wiedererlangen der Kontrolle über den Satelliten scheint es nun auch wieder wahrscheinlicher, den Satelliten gegebenenfalls gezielt in einen Friedhofsorbit steuern zu können.

Astra 5a alias Sirius 2 und GE-1E ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 25049 bzw. als Objekt 1997-071A.

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