EADS gewinnt Mittel für ESA Aurora Studien

Die Untergruppe Space der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) hat von der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA Mittel für zwei Studien im Rahmen des Aurora Programms zuerkannt bekommen, um erste Definitionen für die Europäische Mars Sample Return und für den ExoMars Rover zu erstellen.

Ein Beitrag von Michael Aye. Quelle: EADS Space.

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Grafik: EADS Astrium

Mittels der 600k EURO für die Mars Sample Return (MSR) (etwa: Mars Proben Rückführung) Mission sollen dabei die Resourcen der Unterabteilungen EADS Astrium und EADS Space Transportation so kombiniert werden, dass die Astrium Gruppe das allgemeine Missionskonzept sowie das generelle Design des Raumfahrzeugs erstellen und EADS Space Transportation für das Wiedereintritts-System in die Erdatmosphäre und für ein Mars Ascent Vehicle (zu deutsch: Mars Aufstiegs-Vehikel) verantwortlich sein wird. Letzteres soll aus einer kleinen Rakete bestehen, die die wertvolle Bodenprobe aus der Mars-Atmosphäre hinaus befördern soll.

Europäische Astronauten mögen eines Tages auf dem Mars landen, aber ein sicherer Transport hin und zurück beinhaltet viele einzelne Aufgaben und zahlreiche technische Herausforderungen in den Bereichen Antrieb, Strukturen, Computer und deren Software. Hochentwickelte Raumfahrzeuge sind nötig um: die Erdumlaufbahn zu verlassen, zum Mars zu fliegen, den Eintritt in die Mars-Atmosphäre zu überstehen und auf dem Mars zu landen, auf der Oberfläche des Mars zu operieren, von dort wieder zu starten, zur Erde zurück zu kehren und endlich die Besatzung wieder auf festen Erdboden zu bringen.

Zur Vorbereitung für solch fortgeschrittene Raumfahrzeuge muss lange im voraus die Machbarkeit einiger der Schlüsseltechnologien gezeigt werden. Und der beste Weg dies zu tun, so die EADS-Pressemeldung, sei eine Robotermission mit einer verkleinerten Version der bemannten Mission. Dies sei exakt das Ziel der MSR-Mission, der zweiten FlaggschiffMission der Initiative zur Erforschung von Planeten des Aurora-Programms der ESA und damit eine der am sehnlichsten erwarteteten zukünftigen Raummissionen für Planetologen. Das AuroraProgramm ist die Langzeitplanung der ESA, eines Tages europäische Astronauten auf den Mars zu befördern.
Da der Wind auf Mars seit Millionen von Jahren Mars-Staub über der Oberfläche des Planeten verteilt, könnte die MSR Probe Teilchen von vielen verschiedenen Quellen enthalten und damit eine grosse Auswahl an Gesteinsarten und -alter repräsentieren, so verschieden wie die Körner im Sand an einem Strand, mit dem Unterschied, dass es kein Quarz auf Mars gibt und daher mehr von staubartigen Partikeln, also mit viel kleineren Durchmessern gesprochen werden muss.

Jedes Körnchen könnte eine komplett verschiedene Einsicht in die reiche geologische Vergangenheit des Roten Planeten liefern und mit der Ausrüstung hier auf der Erde wäre man in der Lage, “die Probe so zu untersuchen, als ob jedes Körnchen ein ganzer Stein wäre”, beschreibt Professor Colin Pillinger, bekannt geworden als leitender Wissenschaftler für die leider nun als offiziell gescheitert deklarierte Beagle2-Mission.

Bruno Gardini, ESAs Projekt Manager für das Aurora Programm, beschreibt die Situation so: “Die MSR Mission ist eine der herausfordernsten Missionen, die jemals von der ESA in Erwägung gezogen wurden. Sie beinhaltet nicht nur viele neue Technologien and vier oder fünf verschiedene Raumfahrzeuge, sondern ist auch eine Mission von enormer wissenschaftlicher Bedeutung und die erste Robotik Mission mit einem Profil ähnlich dem einer möglichen menschlichen Expedition zum Mars”.

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Graifk: EADS Astrium

EADS Astrium hat weiterhin auch Mittel für eine 900k Euro Studie für die ESA erhalten, um eine erste Definition für einen europäischen Mars-Rover zur Erforschung der Mars-Oberfläche und zur Suche nach Leben abzugeben.
Dieser Rover soll viele Kilometer auf der Oberfläche reisen können und somit einen größeren Überblick über die Marsoberfläche liefern als die derzeit auf dem Mars arbeitenden Rover der NASA. Dies soll zum Verständnis des gesamten Ökosystems des Mars mit seiner Atmosphäre, seiner Oberfläche und seinen Strukturen unterhalb der Oberfläche beitragen, was eine Voraussetzung für die Entsendung von Menschen auf den Mars ist, und als solches ist das ExoMars Rover getaufte Projekt das Ziel der ersten Flaggschiff Mission des AuroraProgramms.

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