ESA-Astronaut Matthias Maurer startet „Cosmic Kiss”-Mission

ESA-Astronaut Matthias Maurer sowie seine NASA-Kolleginnen und Kollegen Kayla Barron, Raja Chari und Thomas Marshburn haben heute um 00:32 Uhr MEZ an die Internationale Raumstation (ISS) angedockt. Dies markiert den offiziellen Start von Matthias Maurers erster Mission „Cosmic Kiss”. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).

Quelle: ESA.

Die Crew 3 wird auf der ISS begrüßt. (Bild: NASA/ESA)

12. November 2021 – Die vier Astronautinnen und Astronauten, auch bekannt als Crew-3, starteten am Donnerstag, 12. November, um 03:03 Uhr MEZ mit einer Falcon 9-Rakete vom Kennedy Space Center der NASA in Florida, USA, in einem neuen SpaceX Crew Dragon-Raumschiff mit dem Namen „Endurance”. Etwa 22 Stunden später erreichten sie die Station für einen sechsmonatigen Aufenthalt in der Umlaufbahn.

Eine aufregende Zeit für Europas Raumfahrt
ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher freut sich über den erfolgreichen Start der Mission von Matthias Maurers in einer aufregenden Zeit:

ESA hat eine ehrgeizige Agenda, um ihre Rolle als eine führende Raumfahrtagentur zu erhalten und auszubauen. Dies betrifft alle Bereiche der Raumfahrt – die Erforschung des Universums mithilfe von astronautischer und robotischer Missionen, Telekommunikation, Navigation, Erdbeobachtung, Sicherheit im Weltraum und vieles mehr, und wird in den kommenden Jahren eine enge Zusammenarbeit mit allen unseren Mitgliedstaaten, der Europäischen Union, der Raumfahrtindustrie und der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft erfordern.”

„Neben dem Start von Matthias Maurer und der Rückkehr Thomas Pesquets von der Raumstation bereitet sich Samantha Cristoforetti auf ihre zweite Mission im nächsten Jahr vor, bei der sie als erste ESA-Astronautin die Rolle der Kommandantin der ISS übernehmen wird”, fügt David Parker, ESA-Direktor für astronautische und robotische Exploration, hinzu. „Und wir sind dabei, eine neue Klasse von ESA-Astronautinnen und -Astronauten zu rekrutieren, da wir die Zukunft der Erforschung jenseits der erdnahen Umlaufbahn, des Mondes und schließlich des Mars, im Auge haben.

„Ich freue mich, dass Matthias Maurer sicher auf der Raumstation angekommen ist, und wünsche ihm und den Teams, die ihn unterstützen, alles Gute für die arbeitsreichen sechs Monate, in denen Maurer sich in der Schwerelosigkeit der Wissenschaft, der Forschung und dem Betrieb der Raumstation widmen wird.”

Eine Liebeserklärung an den Weltraum
Matthias Maurer wählte den Namen „Cosmic Kiss” für seine Zeit an Bord der Raumstation als Liebeserklärung an den Weltraum.

In der Umlaufbahn wird er mehr als 35 europäische und zahlreiche internationale Experimente unterstützen. Die durch seine Mission gewonnenen Erkenntnisse werden sowohl dem Leben auf der Erde als auch der zukünftigen Erforschung des Weltraums zugutekommen.

„Cosmic Kiss kommuniziert die besondere Verbindung, die die Station zwischen den Bewohnern der Erde und dem Kosmos herstellt”, erklärt Matthias Maurer. „Partnerschaftliches Handeln ist enorm wichtig für die weitere Erforschung von Mond und Mars, ebenso wie der Respekt, der Schutz und der Erhalt der Natur auf unserem Heimatplaneten bei unserer Suche nach einer nachhaltigen Zukunft auf der Erde und darüber hinaus.”

Eine arbeitsreiche Mission
Neben den wissenschaftlichen Aufgaben wird Matthias Maurer sich auch operationellen Aufgaben widmen: Er ist sowohl für einen Weltraumausstieg im EMU-Raumanzug der NASA als auch im russischen Orlan-Raumanzug zertifiziert.

Er wird voraussichtlich einen russischen Weltraumausstieg durchführen, um die Installation und den Erstbetrieb des Europäischen Roboterarms (ERA) zu unterstützen, der am 29. Juli diesen Jahres mit dem russischen Mehrzweck-Labormodul (MLM) zur Station geflogen ist.

Mit einer Länge von über 11 Metern ist der in Europa gebaute Arm der erste Roboter, der im russischen Segment der Internationalen Raumstation „spazieren” kann, und der einzige, den die Astronautinnen und Astronauten sowohl von innerhalb als auch von außerhalb der Raumstation steuern können.

Matthias Maurer wird auch beim Start des Webb-Weltraumteleskops im Orbit sein sowie beim Start von Artemis I – einer unbemannten Mission, bei der das Europäische Servicemodul (ESM-1) der ESA das Orion-Raumschiff der NASA auf seiner Reise um den Mond und zurück zur Erde antreiben wird.

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