Stiftung Planetarium Berlin: Als 600. Mensch ins All

Stiftung Planetarium Berlin überträgt im Zeiss-Großplanetarium und im Livestream den Start von Matthias Maurer zur Internationalen Raumstation. Eine Pressemitteilung der Stiftung Planetarium Berlin. UPDATE 2 (Raumfahrer.net): Start verschoben auf Sonntag 07. November um 04:36 Uhr MEZ.

Quelle: Stiftung Planetarium Berlin.

Matthias Maurer (Bild: ESA)

27. Oktober 2021 – Der Countdown läuft: Am 31. Oktober um 7:21 Uhr MEZ (Ortszeit Florida: 02:21 Uhr) startet ESA-Astronaut Matthias Maurer mit einer Falcon 9-Trägerrakete im Rahmen der Mission »Cosmic Kiss« zur Internationalen Raumstation (ISS). Die Stiftung Planetarium Berlin verfolgt mit der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien (GDP) sowie in Zusammen­arbeit mit der European Space Agency (ESA) den Start im Zeiss-Großplanetarium und in einem Livestream.

Nach seiner Ankunft wird Matthias Maurer der 600. Mensch und zwölfte Deutsche im All sowie der vierte Deutsche auf der ISS sein – und mit 51 Jahren der älteste deutsche Raumfahrer bei seinem Erstflug. Neben Matthias Maurer nehmen an der Crew-3 Mission der Kommandant Raja Chari sowie die Astronaut*innen Thomas Marshburn und Kayla Barron teil, alle drei von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA. Als erster Deutscher gelangt Matthias Maurer dabei nicht an Bord einer russischen »Sojus«-Kapsel zur ISS, sondern geht vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida mit der Crew-Dragon-Kapsel »Endurance« der Privatfirma SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk auf die Reise. Das Andocken wird für Montag, 01.11.2021 um 5:10 Uhr MEZ erwartet.

Start der Crew 2 zur ISS. (Bild: NASA/Aubrey Gemignani)

Live dabei im Planetariumssaal des Zeiss-Großplanetariums und auf YouTube
Die Stiftung Planetarium Berlin begleitet zusammen mit der Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien und in Zusammenarbeit mit der ESA im Rahmen der Berlin Science Week den Start von Matthias Maurer ab 6:15 Uhr MEZ live in der Kuppel des Zeiss-Großplanetariums sowie als Stream auf ihrem YouTube-Kanal (www.youtube.com/stiftungplanetariumberlin) und bei Facebook (www.facebook.com/zeiss.grossplanetarium). Der Livestream findet in Kooperation mit MDR Wissen statt.

Neben kommentierten Livebildern erwartet die Zuschauerinnen Wissenswertes rund um die Mission »Cosmic Kiss«, ein virtueller Rundgang um und durch die ISS sowie Spannendes zum Alltag der Astronautinnen an Bord. Interviewgäste vor Ort sind der ESA-Astronaut Thomas Reiter, Jennifer Ngo-Anh, Research and Payloads Programme Coordinator bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Prof. Dr. Dieter Blottner vom Zentrum für Weltraummedizin an der Charité Berlin und der Raumfahrt-Experte Holger Voss. Die Veranstaltung wird moderiert von Kristin Linde (Stiftung Planetarium Berlin) und Dr. Björn Voss (Gesellschaft Deutschsprachiger Planetarien, LWL-Planetarium Münster).

Matthias Maurer im EVA-Raumanzug. (Bild: ESA/NASA)

»Cosmic Kiss«
Rund ein halbes Jahr lang wird Matthias Maurer als Teil der Expeditionen 66 und 67 auf dem Außenposten der Menschheit leben. Während seiner Mission wird er mehr als 100 Experimente durchführen, davon 36 mit deutscher Beteiligung. Die deutschen Experimente finden mehrheitlich im europäischen Forschungslabor Columbus auf der ISS statt. Sie reichen dabei von Grundlagen-forschung bis hin zu anwendungsorientierter Wissenschaft in Bereichen wie Lebenswissenschaften, Materialwissenschaft, Physik, Biologie, Medizin oder Erdbeobachtung.

Der von Maurer selbst gewählte Missionsname »Cosmic Kiss« ist eine Liebeserklärung an das Weltall und an die Raumstation als Bindeglied zwischen Menschheit und Kosmos. Gleichzeitig steht der Name für den Wert der partnerschaftlichen Erkundung des Weltraums und für den respektvollen und nachhaltigen Umgang mit unserem Heimatplaneten. Für das Logo hat sich Matthias Maurer von der Himmelsscheibe von Nebra (die älteste bekannte Darstellung des Nachthimmels) und den Datenträgern der Raumsonden Pioneer und Voyager inspirieren lassen.

Rückkehr geplant für April 2022
Voraussichtlich im April 2022 wird Matthias Maurer mit seinen Mitastronaut*innen zur Erde zurückkehren. Kurz davor ist der Start einer weiteren ESA-Astronautin geplant: der Italienerin Samantha Cristoforetti, der bisher einzigen Frau im ESA-Astronautencorps.

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