ESTRACK – Neue Bodenstation eingeweiht

Am 17. Januar 2008 hat die ESA eine neue Bodenstation auf den Azoren eingeweiht und in ihr ESTRACK-Netzwerk aufgenommen.

Ein Beitrag von Daniel Schiller. Quelle: ESA.

EDISOFT S.A.
Darstellung des Position von Santa Maria im Atlantik und des von der Station abgedeckten Gebiets.
(Bild: EDISOFT S.A.)

Die weltweiten Stationen des ESTRACK-Netzes dienen der Überwachung von Satelliten und Raumsonden. Die neue Santa-Maria-Station auf den Azoren ist die erste ESTRACK-Station mit der Möglichkeit, startende Trägerraketen zu verfolgen. Sie soll die von Kourou startenden Träger Ariane, Sojus und VEGA auf Flugbahnen mit mittlerer Inklination über dem Atlantik überwachen. Gleichzeitig wird sie auch zur Kontrolle und Überwachung europäischer Satelliten genutzt werden. Eine wichtige Rolle wird Sante Maria bei den Arianestarts mit dem europäischen ISS-Versorger ATV (Automated Transfer Vehicle) spielen.

Die Station liegt auf einer Höhe von 200 m auf dem Monte das Flores (Blumenhügel). Santa Maria ist die südlichste Insel der Azoren. Ausgerüstet ist sie mit einer 5,5 m-Antenne, Kommunikationseinrichtungen und einer Notstromversorgung. Um die Station zur Überwachung von Satelliten zu nutzen, wird nach und nach weiteres Equipment installiert.

Der erste Start, der durch die Station verfolgt wird, wird der Jungfernflug des ersten ATV Jules Verne sein. Dabei wird die Station den Flug bis zum ersten Abschalten der Oberstufentriebwerke und während des zweiten Orbits nach der Trennung des ATV vom Träger überwachen. Mit dieser Einrichtung besteht ESTRACK weltweit jetzt aus neun Stationen.

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