GK Roskosmos kündigt für Ende Dezember Beratung über weiteres Vorgehen nach der Sojus-MS 22-Panne an

NASA verschiebt ISS-Ausstieg um zwei Tage. Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.

Quellen: NASA, TASS, RIA Nowosti und GK Roskosmos.

Moskau/New York, 17. Dezember 2022 – Die GK Roskosmos hat am Samstag für Ende Dezember eine Beratung über das weitere Vorgehen nach dem Leck im Wärmeregulierungssystem des Raumschiffes Sojus-MS 22 angekündigt. Zuvor sollen Arbeitsgruppen die Ursachen der Havarie ermitteln, den technischen Zustand des Raumschiffes prüfen sowie Empfehlungen für die künftige Arbeit der russischen Besatzung und Bodendienste erstellen, teilte die Moskauer Raumfahrtbehörde mit. Man bereite sich auch darauf vor, den Start des nächsten Raumschiffes Sojus-MS 23, der für den 16. März vorgesehen ist, notfalls vorzuziehen. 

Die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA hat indes entschieden, den für den 19. Dezember geplanten Ausstieg zweier Astronauten zu verschieben. Josh Cassada und Frank Rubio werden danach erst am 21. Dezember wie geplant ein neues Sonnensegel zur Verbesserung der Energieversorgung der Station montieren. Zuvor wollen die Amerikaner am (morgigen) Sonntag auch mit Hilfe des Manipulators Canadarm-2 die Schadensstelle an der Schutzverkleidung des Havaristen noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Ob bei dem Ausstieg am 21. Dezember auch ein Abstecher der Astronauten dorthin möglich oder gar erforderlich ist, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall könnte sich nach Ansicht der NASA das vor kurzem mit den Russen gestartete Programm der gegenseitigen Mitnahme von Raumfahrern im Fall der Fälle bewähren.

Gerhard Kowalski

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