GK Roskosmos-Vize: Weltraumschrott nicht Ursache für Beschädigungen an Sojus MS-22 und Progress MS-21

“Was da genau eingeschlagen ist, weiß niemand… Es war jedenfalls kein Weltraumschrott.” Ein Beitrag von Gerhard Kowalski.

Quelle: Interfax 10. April 2023.

Leckstelle an Sojus MS-22. (Bild: Roskosmos, Fotos: NASA)

Moskau, 10. April 2023 – Die Beschädigungen an den Radiatoren des Raumschiffes Sojus MS-22 und des Frachters Progress MS-21 an der Internationalen Raumstation ISS sind nicht auf Weltraumschrott zurückzuführen. Das teilte der Erste Vize-Generaldirektor der GK Roskosmos, Andrej Jeltschanikow, am Montag in einem Interview der Nachrichtenagentur Interfax mit. “Was da genau eingeschlagen ist, weiß niemand”, fügte er hinzu. “Unsere Version lautet: Meteorit. Es war jedenfalls kein Weltraumschrott.”

Eine Sonderkommission habe den gesamten technologischen und Produktionsprozess der Wärmeaustauschsysteme sowohl am Raumschiff als auch am Frachter genau untersucht, betonte der Manager. Dabei habe sich gezeigt, dass alle Technologien strikt eingehalten worden seien. Das gelte auch für die derzeit in der Produktion befindlichen Exemplare.

Am 15. Dezember und am 11. Februar waren an Sojus MS-22 beziehungsweise Progress MS-21 ähnliche Lecks von knapp einem Millimeter Größe an den Radiatoren festgestellt worden. Deshalb wurde aus Sicherheitsgründen Sojus MS-22 für den Rückflug gesperrt und durch Sojus MS-23 ersetzt, das unbemannt zur ISS geschickt wurde. Mit ihm kommt die russisch-amerikanische Besatzung mit Sergej Prokopjew, Dmitri Petelin und Frank Rubio Ende September wieder auf die Erde zurück.

Gerhard Kowalski

Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:

Nach oben scrollen