ICESat 2 fliegt auf Delta II

Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur (NASA) teilte mit Datum vom 22. Februar 2013 mit, dass der Erdbeobachtungssatellit ICESat 2 durch die United Launch Alliance (ULA) auf einer Delta-II-Rakete in den Weltraum transportiert werden soll.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA.

NASA
ICESat 2 tastet die Erdoberfläche ab – Illustration
(Bild: NASA)

Derzeit ist ein Start im Juli 2016 anvisiert. Geplant ist, dass die vom US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing gebaute Trägerrakete nach dem Start von der Rampe SLC-2 (SLC steht für Space Launch Complex) der Luftwaffenbasis Vandenberg in Kalifornien ihre Nutzlast in einen annähernd kreisförmigen, polaren Erdorbit mit einer Bahnneigung von 94 Grad gegen den Erdäquator befördert.

ICESat 2 soll entsprechend seiner ausgeschriebenen Bezeichnung Ice, Cloud and Land Elevation Satellite aus rund 590 km Flughöhe Veränderungen der Eispanzer an den Polen der Erde beobachten und Daten liefern, die bei der Beurteilung der Veränderungen der Meeresspiegel und ihrem möglichen künftigen Ansteigen helfen können, sowie Informationen über die Dicke von auf den Meeren schwimmenden Eisschichten und die Höhe der Vegetation auf bewachsenem Gelände sammeln.

Um seinen Aufgaben nachkommen zu können, wird der von der Orbital Sciences Corporation (OSC) aus den USA herzustellende ICESat 2 mit einem Laserhöhenmesser ausgerüstet. Das Gerät benutzt Laserlicht, dass es im Gegensatz zu früheren Konstruktionen in mehreren Strahlen gleichzeitig in hochfrequenten Impulsen im Bereich um 10 kHz aussenden kann. Dadurch können Geländeformen bereits in der laufenden Erdumrundung erkannt werden.

Schon der am 12. Januar 2003 gestartete und bis zum 11. Oktober 2009 betriebene Vorgänger von ICESat 2, ICESat, gelangte an Bord einer Delta-II-Rakete ins All. Bemühungen, einen der ausgefallenen Laser noch einmal in Betrieb zu nehmen, scheiterten und ICESat wurde nach Absenkung seiner Umlaufbahn am 14. August 2010 vollständig deaktiviert. Der Satellit trat am 30. August 2010 wieder in die Erdatmosphäre ein und wurde dabei zerstört.

Für den Start von ICESat 2 will die NASA rund 96,6 Millionen US-Dollar zahlen. Die Vertragssumme deckt den Start selbst, die Integration der Nutzlast auf der Trägerrakete, die Bereitstellung und Verarbeitung von Telemetrie beim Start sowie weitere im Zusammenhang mit einem Satellitenstart entstehende Anforderungen ab.

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