MOST: Ein Kleiner ganz groß!

Kanada’s erstes Weltraumteleskop, MOST, sah für Minuten in die Helligkeit eines nahe gelegenen Sternes. Jaymie Matthew, von der Universität von British Columbia, erklärt in seinem Gespräch, dass MOST die Wissenschaftler mit einem einzigartigen Blickwinkel versorgen kann, wie Welten mit deren Sternen interagieren können.

Ein Beitrag von Fabian Padrta. Quelle: UniverseToday.

Dieses MOST (MOST bedeutet Microvariability and Oscillations of Stars) ist ein mächtiges, kleines neues Instrument im Weltraum. MOST ist Kanada`s erstes Weltraum Teleskop. Es ist sprichwörtlich ein Koffer im Weltraum: 60 x 60 x30 Zentimeter, 54 Kilogramm. Sehr viele Leute wiegen mehr als dieser Satellit.

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Das kleine MOST Teleskop aus Kanada
(Bild: UniverseToday)

MOST ist derzeit vorgesehen um seismische Aktivitäten und dadurch entstandene Innenräume von Sternen festzustellen. Dies ist besonders wichtig, denn wenn wir mehr über unsere benachbarten Sterne wissen, wissen wir mehr über deren Planeten-Systeme. Die Einzigartigkeit von MOST zeichnet sich dadurch aus, dass es Sterne über zwei Monate lang beobachten kann(Überwachung des Sternes), um die unterschiedlichen Helligkeiten von Sternen und Planeten feststellen zu können.
Es gibt kein anderes Instrument, dass dies vollbringen kann. Diese ganze Mission kostete eine Geldsumme von 10 Millionen Kanadische Dollar oder 7 Millionen US-Dollar. Die gute Nachricht ist, dass wir so mehr über die Sterne lernen können und vielleicht sogar Interaktionen von Planeten mit Sternen beobachten können.

MOST hat einen komplett anderen Orbit als die großen Teleskope Hubble oder Spitzer. Es hat nämlich einen Pol-Pol Orbit. Die Kanadier kommunizieren mit dem Teleskop nicht über das Deep Space Network der NASA, sondern benutzen ihre eigenen Einrichtungen in Toronto, Vancouver und Wien um mit MOST zu kommunizieren. MOST wurde von Nordrussland am 30. Juni 2003 gestartet. Astronomen glauben, dass sie mit MOST in der Lage sind mehr von der Nachricht zu verstehen die uns Exoplaneten in sonnenähnlichen Planetensystemen geben. Dies bedeutet von Grund auf zu verstehen, wie solche Planeten entstanden sind und wie sie sich von anderen unterscheiden. Bekommen wir mehr von der Bauweise solcher Exoplaneten mit, sind die Forscher früher oder später in der Lage herauszufinden, wie und warum gerade dort ein Exoplanet entstand oder nicht entstand.
Dabei stellen die Kanadier klar, dass sie keine Exoplaneten-Jäger sind, sondern alles erforschen was sie unter die Finger bekommen. Um hier erfolgreich zu sein benötigen sie sehr viel Glück um zu richtigen Zeitpunkten an richtigen Stellen des Weltraums zu blicken. MOST ist dabei nur ein kleiner Teil zum ganzen Bild der Evolution von Planeten oder Sternen. Jedoch wird auch er, und sei er noch so klein, einen großen Beitrag dazu leisten, dass Puzzle irgendwann in ferner Zukunft zu lösen.

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