SWAS wieder zum Leben erweckt

Die NASA hat ihre Raumsonde SWAS wieder zum Leben erweckt, um das große Spektakel am 4. Juli, die Kollision von Tempel 1 mit Deep Impact, genauestens zu untersuchen und beobachten.

Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: UniverseToday.

Vor elf Monaten wurde die Sonde SWAS deaktiviert, da die Mission nach 5.5 erfolgreichen Jahren beendet wurde. Die Erfolge von SWAS waren sehr groß und bahnbrechend, weswegen die Sonde bei Astronomen sehr beliebt war. Die NASA hat sich damals aber entschlossen, die Sonde zu schonen um eben bei solchen Ereignissen eine leistungsfähige und vorallem funktionierende Sonde zu haben. Die Sonde ist besonders dafür gedacht, Wassermoleküle in Eis und Staub zu messen, weswegen sie besonders geeignet ist, die weggesprengten Teile zu untersuchen. In ihrer aktiven Zeit hat die Sonde mehrere Kometen um so genannte rote Riesensterne gefunden. Nun ist sie wieder zum Leben erwacht um ihre damaligen Erfolge zu wiederholen.

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Eine Darstellung der Raumsonde SWAS im Erdorbit (Bild: NASA)

“Wir wissen was SWAS kann und zu was es fähig wäre”, meint SWAS Projektmanager Gary Melnick von der Harvard Universität für Astrophysik. “SWAS`s besondere Fähigkeit ist es, Wasseremissionen zu entdecken beziehungsweise zu messen, die sich in Weltraumobjekten befinden oder die Weltraumobjekte bei ihrer Reise hinterlassen.”

Die Kollision der NASA Sonde Deep Impact und dem Kometen Tempel 1 ist bereits jetzt ein Spektakel der Extraklasse. Mehrere hundert Teleskope, darunter Kaliber wie Hubble, Spitzer usw. werden an jenen Tag ihre mächtigen Augen auf den kleinen Kometen und die kleine Sonde richten. SWAS ist nur einer von vielen Zuschauern an diesem Tag. Bis es endgültig soweit ist, wird SWAS noch nachkonfiguriert und getestet. Die Begründung warum SWAS zuschauen darf ist ganz einfach: Kometen bestehen zum großen Teil aus Eis und somit haben Wassermoleküle einen sehr großen Anteil. Jedoch weiß man nicht genau wie groß dieser Anteil ist. Dies soll sich nun ändern.
Bereits jetzt hat SWAS einige Tests durchgeführt, um herauszufinden was nachkonfiguriert werden muss und was nicht. Dabei fand man heraus das Tempel 1 etwa 730 Pfund Wasser pro Sekunde in das Weltall schleudert. Nun werden die Werte vor und nach der Kollision verglichen um so Rückschlüsse ziehen zu können, wie sich eine solche Kollision auf das Verhalten eines Kometen auswirkt. Diese Testphase ergab, dass SWAS richtig eingestellt ist und kaum mehr nachkonfiguriert werden muss. SWAS wird bis August aktiv sein ehe sie sich wieder “schlafen” legen wird.

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