THEMIS startet auf Delta II

Eine Delta II trug die fünf THEMIS-Satelliten, die Polarlichter erforschen sollen, ins All.

Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA; Spaceflight Now.

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Die Delta II hebt ab.
(Bild: NASA)

Nachdem der ursprünglich für Freitag Abend geplante Start der Delta II-Rakete wegen zu starker Winde um einen Tag verschoben wurde, lief beim Countdown für den zweiten Startversuch am 17. Februar 2007 alles glatt.
Um 18:01 Ortszeit war es dann auf der Startrampe des Kennedy Space Centers in Florida so weit: Die Triebwerke der Delta II zündeten und die Rakete hob ab. Bereits eine Minute später waren die sechs auf der Startrampe gezündeten Feststoffbooster ausgebrannt und wurden abgesprengt, die drei weiteren Feststoffbooster wurden gezündet. Sie brannten ebenfalls ungefähr eine Minute lang, bevor auch sie abgetrennt wurden.

Viereinhalb Minuten nach dem Start wurde das Haupttriebwerk abgeschaltet. Die erste Stufe wurde abgetrennt und das Triebwerk der zweiten Stufe zündete.

9 Minuten und 53 Sekunden nach dem Start wurde auch dieses ausgeschaltet – aber nur vorrübergehend. 54 Minuten später schaltete man es erneut für eine Minute ein, bevor die zweite Stufe abgetrennt wurde und die dritte Stufe zum Einsatz kam.

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Die Delta II startet mit THEMIS an Bord.
(Bild: NASA)

Etwas mehr als 73 Minuten nach dem Start waren schließlich alle fünf THEMIS-Satelliten erfolgreich ausgesetzt worden.
THEMIS steht für Time History of Events and Macroscale Interactions during Substorms. Die fünf identischen Satelliten sollen aus unterschiedlichen Positionen magnetosphärische Substürme erforschen und dabei Antworten auf viele Fragen finden.
Die Sonne sendet ständig elektrisch gelandene Teilchen aus, den Sonnenwind. Wenn dieser auf das Magnetfeld der Erde trifft, beeinflussen sich Sonnenwind und Magnetosphäre gegenseitig. Sichtbar wird das in den Polarregionen als Aurora oder Polarlicht.

Wenn der Sonnenwind stark ist, entstehen sogenannte magnetosphärische Substürme. Diese verursachen jedoch nicht nur besonders schöne Polarlichter, sondern können zum Beispiel die Elektronik von Satelliten lahm legen. Die Auswirkungen dieser Substürme sind zwar gut bekannt, aber über ihre Entstehung und den detaillierten Verlauf sind sich die Wissenschaftler noch nicht ganz einig.

Mit einem einzelnen Satelliten lässt sich kaum der exakte Entstehungsort und Zeitpunkt der Substürme bestimmen. Die fünf THEMIS-Satelliten werden jedoch, aufeinander abgestimmt, von unterschiedlichen Positionen aus die Magnetosphäre beobachten und dabei hoffentlich den Forschern Antworten liefern.

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Die THEMIS-Satelliten unterwegs ins All.
(Bild: NASA)
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