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Autor: Klaus Donath / 13. Februar 2012, 12:58 Uhr

Perfekter VEGA-Jungfernflug ... und nun?

Der Countdown zählte ohne Probleme hinunter bis auf Null, und so hob die europäische Kleinrakete VEGA pünktlich um 11:00 Uhr MEZ ins All ab. Die neun Satelliten wurden alle plangemäß in ihren Orbits ausgesetzt. Doch die Zukunft der VEGA ist vielleicht weniger strahlend.

Quelle: Arianespace, ESA
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Startvideo
(Bild: ESA)
ESA

VEGA bei Ihrem ersten Start ins All
(Bild: ESA)
Es ist vollbracht. Ein Jahrzehnt und 710 Millionen Euro nach Entwicklungsbeginn gipfelten heute im Start der neuen VEGA. Zu den letzten einer Reihe von Verzögerungen gehörten Probleme im Wärmehaushalt mit der Triebwerkswärmestrahlung. Diese hätten Satelliten an Bord zu sehr aufgewärmt. Doch heute lief alles nach Plan. Hatte Europa mit seinen letzten Erststarts noch wenig Glück, lief diesmal alles erstaunlich reibungslos.

Nach Zündung der ersten Stufe hob die Rakete zügig von der neu konstruierten Startplattform ab. Alle Stufentrennungen verliefen wie erwartet und auch die flüssig angetriebene Oberstufe konnte mehrmals neu gezündet werden.

Die VEGA ist betriebsbereit. Doch es stellt sich die Frage, ob der Träger wirklich so oft gebraucht wird wie ursprünglich angenommen. Die Idee hinter dem Träger war die zunehmende Miniaturisierung der Elektronik und der Irrglaube, dies würde eher zu immer kleineren Satelliten führen. Tatsächlich aber hat selbst die große Ariane-V-Rakete mittlerweile Probleme, noch 2 Satelliten an Bord zu nehmen und muss entgegen ihrer Auslegung hin und wieder Einzelstarts durchführen.

Keine Frage, mit der VEGA im Portfolio ist Europa ab sofort nicht mehr abhängig von umgebauten russischen Interkontinentalraketen. Doch ob der Markt in Zukunft wirklich groß genug ist für die geplante Startrate von mehreren Starts im Jahr, wird sich zeigen. SpaceX hat die Entwicklung einer ähnlich großen Rakete, der Falcon 1e, wieder eingestellt und konzentriert sich auf die größere Falcon 9 und versucht diese sogar zur Schwerlastrakete Falcon 9 Heavy auszubauen. Die entsprechende Startanlage wird gerade gebaut.

Freuen dürften sich in jedem Fall die Universitäten und die Wissenschaft. Es ist allgemein bekannt, dass sich Arianespace aufgrund der Kundenwünsche weigert, mit der Ariane V Cubesats in den Orbit zu bringen. Für Technologie-Erprobungssatelliten scheint die VEGA optimal.

Fest steht, dass die nächsten 4 Flüge für die VEGA bereits gebucht sind im Rahmen des VERTA-Programmes. Danach gibt es bislang nur einen kommerziellen Auftrag, die beiden Satelliten Sentinel 2 und Sentinel 3 zu starten. Die Starts werden angedacht für 2014-2016. Die Satelliten sollen in eine sonnensynchrone Bahn geschossen werden in 800 km Höhe. Jeder der beiden von Astrium und Thales gebauten Satelliten wiegt 1,2 Tonnen und ist für die optische Erdbeobachtung ausgelegt.

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